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Artikel 1 – Der Weg zum eigenen Buch – Vom Schreiben über den Buchsatz zur Veröffentlichung

Nach dem Schreiben ist vor dem Buchsatz

Sie halten Ihr Manuskript überarbeitet und lektoriert in Händen und wollen nun den Schritt zur Veröffentlichung gehen. Ein Cover ist auch bereits in Auftrag gegeben, so heißt es für Sie also nur noch, den Text veröffentlichungsreif vorzubereiten und wieder und wieder zu überarbeiten, bis er den Standard eines Verlagsbuches erreicht.

Ihre Geschichte, Ihr Cover und die geplanten Marketingmaßnahmen können noch so gut sein, wenn anschließend die Leserin / der Leser das Buch nach den ersten Seiten aus der Hand legt, weil keine einheitliche Absatzgestaltung eingehalten wurde oder die Umbrüche so unglücklich gewählt wurden, dass man den Faden verliert.
Auch visuell muss man die Leserin / den Leser bei der Stange halten, damit sie / er merkt, dass das Herzblut des Autors nicht nur in die Geschichte, sondern ebenso in Cover und Buchsatz geflossen sind.
Damit Ihnen diese Überzeugungsarbeit und ein visuell gelungener Buchsatz gelingt, sind jedoch viele Dinge zu beachten und zu bearbeiten. Ein professioneller Buchsatz verlangt u. a. Kenntnisse über

  • Typografie
  • Korrekte Zeichensetzung (und damit meine ich nicht nur Kommata, sondern auch Apostrophen, Gedanken-/Bindestriche …)
  • Satzspiegel
  • Formatierung und Umgang mit Formatvorlagen, Textausrichtungen (Sperrung, Spationierung usw.)
  • Idealerweise Kenntnisse in Satzprogrammen wie Adobe InDesign oder QuarkXpress

Wenn man all diese Dinge beherrscht und umsetzt, dann kann man sicher sein, dass man sein Buch guten Gewissens an die Leserschaft übergeben kann, ohne dass diese über falsche Formatierungen stolpert oder sich über Hurenkinder/Schusterjungen ärgert und eine Lesebrille benötigt, weil die Schriftart und Schriftgröße für die ausgesuchte Zielgruppe ohne Lesehilfe nicht lesbar ist.Mit dieser Blog-Reihe zum Thema Buchsatz, der für mich ein besonderes Herzensprojekt ist, möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in das kreative Gestalten eines Buches geben. Genauso, wie Sie Ihre Geschichten, Ihre Protagonisten erfinden können, genauso können Sie aus Ihrem Buch, Ihrem Buchsatz ein kleines Meisterwerk zaubern.

Wir beginnen mit dem Thema Typografie. Typografie, was ist das?
Wikipedia sagt hierzu:

Der Begriff Typografie (oder Typografie (altgriechisch τυπογραφία typographía; von τύπος týpos ‚Schlag‘, ‚Abdruck‘, ‚Figur‘, ‚Typ‘ und -grafie) lässt sich auf mehrere Bereiche anwenden. Im traditionellen Sinne bezieht sich Typografie auf die Kunst und das Handwerk des Druckens, bei dem mit beweglichen Lettern (Typen) die Texte zusammengesetzt werden, insbesondere in Hochdruckverfahren. In der Medientheorie steht Typografie für gedruckte Schrift in Abgrenzung zu Handschrift (Chirografie) und elektronischen sowie nicht literalen Texten.

Typografie bezeichnet heutzutage (wo keine gusseiserne Letter für ein Wort geschnitzt, gegossen und zusammengesetzt werden müssen) den Gestaltungsprozess, der für ein fertiges Druckwerk benötigt wird. Dieser setzt sich zusammen aus:

  • Schriftart
  • Schriftgröße
  • Bilder / Grafiken / Illustrationen
  • Tabellen
  • Kapitelüberschriften
  • Nummerierungen
  • Seitenzahlen
  • eben alles, was man als sog. »Layout« bezeichnet

Für den Satz eines Buches wäre als erster Schritt die Schriftart auszuwählen, mit der das Buch später gedruckt werden soll. Arbeitet man mit Adobe-Programmen, so sind in der Adobe Creativ Cloud schon zahlreiche Schriftarten mitgeliefert, mit denen man ein Buch layouten kann.
Dies schützt einen aber nicht davor, die Lizenzrechte der Schriftart, die man ausgewählt hat, zu prüfen. Nicht alle Schriftarten sind für kommerzielle Zwecke, zu denen der Verkauf von Büchern nun mal gehört, freigegeben.
Dasselbe gilt für die Schriftensammlung, die Google bereitstellt. In GoogleFonts gibt es Unmengen an Schriftarten, die man sich anhand von ausgewählten Kategorien anzeigen lassen kann. Hat man eine Schriftart gefunden, die man benutzen möchte, dann wäre der nächste Schritt, die Lizenz zu checken. Ist der Gebrauch für kommerzielle Nutzung gestattet, dann können Sie die Schrift herunterladen und ggf. installieren.

Wie Sie nach Auswahl der Schriftart nun weiter verfahren, das erkläre ich Ihnen in Artikel 2, der sich u. a. nochmals um Schriftart, Schriftgröße, Laufweite und Zeilenabstand dreht.

Autor: Gabi Schmid am 2. Mrz 2018 09:41, Rubrik: Berichte, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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